Die Verwirklichung

 

1. Das Kreieren der Geschichte

2. Was hat das ARTPROJECT den Kindern gebracht?

Zwei Monate lang haben wir mit 4 verschiedenen Kindergruppen an der Geschichte geschrieben und kreiert. Es ist eine Erfahrung, die keiner anderen gleich werden kann. Durch das Projekt kamen wir schnell in direkten Kontakt mit den Einheimischen, konnten ihre Kultur,Politik und vor allem das alltägliche Leben kennenlernen. Vor allem haben wir gelernt, was es bedeutet auf der Strasse zu leben, ohne Strom oder fliessendes Wasser zu leben.

Dank der NGO ( Non-Government Organisation) MANDA und dem Verein AINA MADAGASCAR haben einige der Kinder die Möglichkeit zur Schule zu gehen und französisch zu lernen.

1. DAS KREIEREN DER GESCHICHTE

Im Juli arbeiteten wir 3 Wochen mit der Alfabetisierungsklasse und eine Woche mit der Mädchenklasse spezialisiert auf Handarbeiten bei MANDA. Die NGO Manda ist situert in einem Viertel der Hauptstadt ANTANANARVO, das generel als “nicht empfehlenswert” vor allem für Turisten gilt

In der Alfabetisierungsklasse waren 15 Kinder von 6 bis 11 Jahren. Alles Kinder, die aus sehr grossen Familien kamen ( von 9 bis 14 Kinder ) und deren Eltern dies finanziel in keinster Weise abdecken konnten, oder Kinder, die keine Eltern mehr hatten.

Während der ersten Woche mit der Alfabetisierungsklasse, haben wir verstanden, dass die meisten von ihnen noch nie einen Pinsel in der Hand hatten oder mit Farbe gekleckst haben. Es machte uns also um so mehr Spass ihnen die Möglichkeit dazu zu geben. Im Laufe der Zeit konnten wir beobachten, dass sie nicht nur nachmachten, was wir vormachten, sondern auch noch selbstständig einen Schritt weiter gehen konnten. Wir entschieden ebenfalls, die Geschichte für die Kinder zu schreiben, während sie uns mit den zeichnerischen Erfindungen ihre Ideen dafür gaben. Wir entschieden uns zu dieser Arbeitsweise, da die sprachliche Barriere zwischen den madagassisch sprechenden Kindern und unseren eher rudimentâren Kenntnissen dieser Sprache zu gross war. So erschufen wir die Hauptfigur ” FARA” und die ersten beiden Bilder ihrer Geschichte mit der lebhaften und vor allem lerneifrigen Kindergruppe.

ALFABETISIERUNGSKLASSE

Die Mädchen der Handwerksklasse, 14 Mädchen von 15 bis 18 Jahre alt, kreierten die dritte Illustration und hatten ebenfalls zum ersten Mal die Gelegenheit mit Pinsel und Farbe zu experimentieren.

Die Mädchen der Handwerksklasse: VONY

Die darauf folgenden 2 Wochen arbeiteten wir mit einer neuen Kindergruppe in BERAVINA, einem nördlich von der Hauptstadt gelegenen kleinen Dorf. Dort ist der Verein AINA MADAGASCAR ansässig und wird bis Ende Oktober dort eine Schule für alle 80 Dorfkinder fertig konstruiert haben. In dem seit einem Jahr erbauten Kulturzentrum, direkt neben dran, hatten wir die Ehre, dieses mit unserem Projekt einzuweihen. Dafür wurden die 14 Kinder, für die AINA MADAGASCAR seit drei Jahren eine Patenschaft mit Frankreich aufrecht erhält, benachrichtigt. Durch die Patenschaft ermöglichte den Kindern eine französische Schule zu besuchen.

Zwei Wochen lang füllten wir Vor- und Nachmittag mit kreativen und aktiven Aufgaben und konnten mit Freude feststellen, dass sie eifrig und gerne mit uns zusammen arbeiteten. Es gab einige Momente, wo wir uns darüber klar wurden, dass es letztendlich nur an fehlenden  Mitteln und keines Falls an fehlender Kreativität liegt, dass vorhandene Talente nicht ausgeprägt werden.

Die letzte Woche unseres Aufenthaltes verbrachten wir in ANKAREFO, einem kleinen in den Hügeln versteckten Dorf, das dank seiner Isolierung von Aussenwelt jegliche madagassischen Traditionen fortführt.  Unsere Aufgabe bestand darin mit allen Kindern, 60 an der Zahl, die auf die öffentliche Schule gingen, die letzten Bilder unserer Geschichte zu illustrstrieren. Trotz der Sommerferien, kamen alle 60 Kinder aus dem Dorf und der Umgebung. Es hatte sich herumgesprochen, dass AINA MADAGASCAR wieder einmal s.g. “vahasa”( auf madagassisch “fremder”) mitgebracht hatte, die mit den Kindern arbeiten wollten. Nach einer erfolgreichen und eindrucksreichen Woche hatten wir schliesslich die 4 fehlenden Illustrationen der Geschichte fertig gestellt.

Mehr Fotos in besserer Qualität gibt es hier: http://www.wix.com/mariecc/marie-et-leslie

2. Was hat das Artproject den Kindern gebracht?

Seit dem Entstehen der Idee haben wir uns gefragt, was unser Projekt den Kindern konkret bringt.Wir konnten feststellen, dass es viel mehr war, als wir uns hâtten träumen lassen.

Unser Artprject hat den Kindern nicht nur neue Mal – und Basteltechniken beigebracht. Es hat ihnen eine neue Arbeitsweise gezeigt, bei der sie selbststândig und individuel denken und praktizieren konnten. Das übliche Wiederholen und Reproduzieren, konnten sie nur begrenzt anwenden und waren gezwungen eigene Ideen zu entwickeln. Für Europäer mag dies selbstverständlich klingen, doch in Madagaskar lässt die politische und soziale Situation nur begrenztes Denken zu.

Dies wurde uns nochmal bei jeder Projektvorstellung vor den Eltern der Kinder bewusst, am Ende jeder Projektphase.Den Eltern standen die Tränen in den Augen, als sie sahen, was ihre Kinder in der kurzen Zeit geschaffen hatten. Sie setzen sehr viel Hoffnung und Glauben in Projekte, wie die unsere. Vor allem die Eltern der Kinder aus BERAVINA waren sehr berührt, da ihre Kinder bald auf die neue Schule gehen können.  Bildung  und freies Denken gibt ihnen Hoffung auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder.

 

 

 

 

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